echt glücklich

Marlene Timm Life Coaching – Entdecke Deinen eigenen Weg in ein erfüllteres Leben

Die Macht der eigenen Sicht auf die Dinge oder: Wir kreieren uns unsere Welt

Hallo lieber Mensch,

heute möchte ich Dir von einer Erfahrung berichten, die mich einmal wieder gelehrt hat, wie sehr ich Schöpferin meiner scheinbar objektiv vorhandenen Welt bin, ohne mir dessen im jeweiligen Moment bewusst zu sein.

Am Freitag Morgen waren meine beiden Töchter und ich gerade dabei, die letzten Vorbereitungen für einen ausgiebigen Schwimmbad-Ausflug zu treffen, da stürmte Mascha in die Küche und kreischte mir begleitet von einem aus Panik verzerrten Gesichtsausdruck zu: „Mama, es ist etwas ganz ganz Schlimmes passiert, komm schnell – das Glas-Regal im Badezimmer ist auf Romys Kopf gefallen!“

In diesem Moment setzte so eine Art Handlungs-Automatismus ein, der von einem Gefühlsgemisch aus Entsetzen und großer Angst ausgelöst war; ich rannte in das Badezimmer und fand meine kleine Tochter inmitten eines riesigen Haufens von Glasteilen und Glassplittern wieder. Aus dem Augenwinkel nahm ich in der Badewanne, an deren Rand sich Romy benommen anlehnte, mehrere Stellen frischen Blutes wahr.

Ich weiß gar nicht mehr genau, was ich schrie – aber ich weiß, dass ich meine kleine Maus dabei auf den Arm nahm, mit ihr in das Nachbarzimmer lief, sie auf meinen Schoß legte und verzweifelt versuchte herauszufinden, wo die offene blutende Stelle am Kopf wäre und Mascha anwies, den Notruf anzuwählen.

Mein Suchen hatte jedoch keinen Erfolg – und ich fragte Romy immer wieder, wo es denn weh tue und ob ihr schwindelig sei. Erst nach und nach konnte ich so langsam wahrnehmen, dass Romy weder verletzt zu sein schien noch über Schmerzen klagte – sie sah lediglich sehr benommen und geschockt aus. Ich wusste ja, dass selbst kleine Wunden recht doll bluten können und vielleicht war sie ja aufgrund ihres Schockes nicht in der Lage, Schmerz zu fühlen. Doch nach und nach wurde ich etwas ruhiger und Romy sagte inzwischen mit einer etwas lauter werden Stimme immer wieder: „Mama, es tut gar nichts weh – ich glaube, ich bin gar nicht verletzt!“

Da legte ich sie vorsichtig auf den Boden, ging ins Bad und schaute in die Badewanne: Die roten „Blutlachen“ waren kleine Ansammlungen von rotem Badesalz, das sich in einem kleinen Porzellanbehälter auf dem herabgestürzten Glasregal befunden hatte. Und ich konnte es einfach nicht fassen, wie ich dieses deutlich als Pulver erkennbare Rot vorher für Blut hatte halten können…..

Meine schlimmsten Befürchtungen aus Sorge um meine Tochter hatten mich meine Realität völlig verzerrt wahrnehmen lassen….

Mich macht diese Erkenntnis sehr nachdenklich – zeugt sie nicht davon, wie sehr unsere Wahrnehmungen und damit unsere Welt von unseren Emotionen geprägt sind?

Umso mehr lohnt sich immer wieder ein neuer Blickwinkel auf die Dinge und Geschehnisse, die wir erschrocken wahrnehmen oder befürchten. Ist es wirklich wahr, was wir wahrnehmen, oder könnte es nicht vielleicht doch auch anders sein, wenn wir mit einem entspannteren Blick ein zweites Mal hinschauen? Könnte es womöglich ganz anders sein, als wir vermuten zu wissen?

Eure Marlene

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