echt glücklich

Marlene Timm Life Coaching – Entdecke Deinen eigenen Weg in ein erfüllteres Leben

Perfekt unperfekt – oder: Vertrauen ins Leben, Vertrauen in mich :)

Einen wundervollen Tag lieber Mensch,

diese Woche hatte ich einen „doofen“ Rückfall – so dachte ich zumindest zuerst. Einen Rückfall in ein altes Verhaltensmuster, das mir so gar nicht gefällt, und das auch gleich seinen Tribut zollte: ich hatte eine wichtige und zugleich dringende Sache so lange immer wieder aufgeschoben, dass sie zu einer superdringenden, auf keinen Fall noch irgendwie weiter aufzuschiebenden Angelegenheit wurde, die in mir eine Welle von Druck, leichter Panik und Stress auslöste. Zugleich war ich völlig verblüfft über mich selbst, wie ich diese Angelegenheit denn so lange hatte verdrängen können? Sie war immer in meinen Gedanken, also präsent und bewusst – und dennoch sagte immer irgendwie eine Stimme in mir: „Ach, kein Problem, es reicht völlig, wenn Du damit nächste Woche anfängst!“.

So habe ich also diese Arbeit in einer Hauruck-Aktion in 48 Stunden nonstop erledigt, in denen ich dafür nahezu ununterbrochen an meinem Laptop hing und mein Schlafpensum sich in dieser Zeit auf insgesamt 7 Stunden beschränkte. Am nächsten Tag krabbelte ich aus meinem Bett, wusste weder so recht wo links noch rechts war und fühlte mich wie ein Zombie. Und ich spürte, dass ich meinen Körper eindeutig überfordert hatte, denn es stellte sich ein Gefühl ein, das mir sagte: „Marlene, pass auf dich auf, sonst wirst Du jetzt krank“…

Doch dann!!! Ja dann!! Kam die Erleuchtung! 🙂

Früher habe ich mich nach solchen Aktionen, die regelmäßig immer wieder meinen Alltag beherrschten, in einer großen Akribie selbst verurteilt. Ich war sauer auf mich selbst, schob mir immer wieder die Schuld für meinen Schlamassel zu und betonte meine Unfähigkeit, alles ordentlich im Griff zu haben.

Doch dieses Mal gelang mir etwas Wunderbares! Eine Eingebung sozusagen! Ich erkannte, was das Gute an meinem „Rückfall“ war: Mir wurde schlagartig bewusst, dass ich so etwas schon seit ÜBER EINEM JAHR nicht mehr erlebt habe! Wahnsinn! Durch dieses Erlebnis habe ich erkannt, wie viel besser es mir geht, seitdem ich grundlegende Dinge in meinem Leben verändert habe – und wie sehr ich mich freuen kann, dieses Verhaltensmuster, das mich früher regelmäßig gequält hat, besiegt zu haben! Wahnsinn! Da kann ich mit einem kleinen Rückfall in einem Jahr auch wirklich mal milde mit mir sein, oder?

Perfekt unperfekt, oder? 🙂

In Liebe,

Eure Marlene

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Die (heilsame) Ausnahme von der Regel – oder: Was ich nicht weiß, macht mich nicht… unfähig

Guten Morgen lieber Mensch,

vor einigen Tagen ist mir eine besonderes Erlebnis wieder in Erinnerung gerufen worden, das ich sehr gern hier mit Euch teilen möchte.

Um mein 40. Lebensjahr herum ging ich zu meiner Hausärztin, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, die Luft würde mir förmlich wegbleiben, das Atmen war irgendwie beschwerlich und ich hatte das Gefühl, dass mein Antrieb und meine Leistungsfähigkeit zu Wünschen übrig ließen.

Da sie nicht so recht etwas fand, sie aber sichergehen wollte, nichts übersehen zu haben, schickte sie mich in eine Röntgenpraxis. Dort angekommen und durchgecheckt, wurde ich schließlich von einer sehr freundlichen, das Herz auf der Zunge tragenden Radiologin zur Besprechung empfangen. Sie eröffnete unser Gespräch mit den Worten: „Sie haben ein Lungenentzündung! Und sie haben ja ein außergewöhnliches Herz, so etwas habe ich ja noch nie gesehen! Es hat eine sehr ungewöhnliche Form und ist ja eigentlich viel zu groß für ihren Brustkorb, zumal sie ja eine Trichterbrust haben! Haben sie Beschwerden damit?“ Ich muss sie wohl sehr verdutzt angeguckt haben, denn sie fragte daraufhin:“Na ja, Ausdauersport werden sie ja bestimmt nicht machen, das ist ja sicherlich nicht möglich mit diesen körperlichen Voraussetzungen.“

Ich schaute sie an – von einer Trichterbrust hatte ich zwar schon einmal gehört, aber noch nie im Zusammenhang mit mir selbst! Und dass mein Herz wenig Platz haben sollte war mir völlig neu! Und ebenso, dass ich angeblich nicht dazu in der Lage sein sollte, Ausdauersport zu betreiben! Als ich ihr meine Überraschung über diese Neuigkeiten mitgeteilt hatte, zeigte sie mir alle Details meiner anatomischen Besonderheit auf den Röntgenbildern und erklärte auch, warum ich eben wohl nicht in der Lage sei, körperliche Höchstanstrengungen zu vollbringen. Das hörte sich alles sehr schlüssig an – dennoch war ich sehr verwundert und fragte sie dann vorsichtig: „Meinen sie mit Ausdauersport so etwas wie 10 bis 15 km um den See joggen? … Genau so etwas habe ich nämlich bis vor gut einem Jahr noch regelmäßig gemacht….?“, sagte ich immer zögerlicher… „Das ist ja erstaunlich!“ entgegnete sie mir – „15 km!?!“

Und das einzige, was ich dann noch für mich so dachte, war: Wie gut, dass ich nie gewusst habe, dass ich dazu nicht in der Lage bin – sonst hätte ich womöglich wirklich nie den Versuch dazu unternommen und wäre demnach wirklich nicht dazu in der Lage gewesen…

Tja, Ausnahmen bestätigen wohl die Regel!

Lasst uns doch lieber in allen Bereichen, in denen uns unsere potentiellen Möglichkeiten abgesprochen werden sollen, lieber erst einmal davon ausgehen, dass genau wir diese im wahrsten Sinne des Wortes merkwürdige Ausnahme von der Regel sind – wer weiß, was uns dann noch alles möglich ist?!?

„Na klar kann ich das!

Da soll mir doch erst einmal jemand das Gegenteil beweisen! Jawohl!

Ich zeig’s Euch!“

Ich sage nur: Gedanken werden Dinge… Überzeugungen werden Fähigkeiten… Aus Zuversicht werden Chancen…

Und ich bin eine Schöpferin!

Herzlichst,

Deine immer noch durchaus sportliche Marlene 🙂

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Ungeschminkt, verschwitzt, ausgepowert – aber fröhlich! :) – oder: Da Freundlichkeit ansteckend ist, verbreite sie!

Guten Morgen lieber Mensch,

ich war laufen – die Sonne hat mich dazu ja förmlich eingeladen. Und häufig, wenn ich da so durch die Sonnenstrahlen meine Runde um den Kupferteich mache, habe ich Freude daran, allen Menschen, denen ich dabei so begegne, ein „Guten Morgen“ entgegen zu schmettern. Wobei: ich schmettere gar nicht immer – denn besonders spannend ist für mich dabei ja die sogenannte „Spiegelwirkung“ zu testen, also ich meine damit: wie die verschiedenen Menschen auf die unterschiedlichen Nuancen meines Tonfalls reagieren. Ich führe da regelrecht Versuchsreihen durch! Wenn ich leise ein „Mor-Gänn“ raune, dann bekomme ich meist auch nur ein zögerliches „Mor-Gänn“ zurück – oder manchmal auch rein gar nichts – dann ist natürlich die Frage: Hat der mich jetzt nur nicht gehört oder möchte er nicht grüßen? Wer weiß wer weiß… Ich gehe dann immer im Zweifel für den Angeklagten aus. Da ist es doch deutlich offensichtlicher, wenn ich aus voller Inbrunst ganz laut und fröhlich „GU-TEN MOR-GEN!“ rufe, denn dann zuckt selbst der in sich zusammengesunkenste Mensch hoch und weiß: „Hey! die meint ja mich!“ Und dann richtet sich dieser Mensch meist auf und ich bekomme, je nachdem, wie schnell sich der Empfänger meines fröhlichen Morgengrußes wieder erholt hat von seinem Schreck, ein mehr oder minder kräftiges „Guten Morgen“ zurück. Einige scheinen so überrascht, von einer Fremden gegrüßt zu werden, dass sie sich zunächst umschauen um sich zu vergewissern, ob ich nicht jemand anderen gemeint haben könnte. Aber nach dieser Prüfung sind sie dann in der Regel sehr bemüht, mir einen deutlich hörbaren Gruß zurück zu rufen. Weniger engagiert sind dagegen Personen, die zu zweit oder in Rudeln auftreten – vielleicht wirkt mein Morgengruß da etwas übergriffig? Macht nichts! Ich finde es trotzdem immer wieder spannend, was da so zurückkommt – und es kommt ’ne Menge zurück!

Am schönsten finde ich, wie oft ich bei so einer sportlichen Morgenrunde voller fröhlicher Grüße mit einem Lächeln beschenkt werde – so scheint an dem Spruch, den ich am Silvesterabend neugierig als zukünftiges Omen aus meinem Glückskeks gezogen habe, wohl wirklich etwas dran zu sein: „Da Freundlichkeit ansteckend ist, verbreite sie!“ – und glaub‘ mir – ich gebe mein Bestes! Da soll doch niemand sagen können: „Hey, die Marlene hat heute morgen beim Joggen nicht gegrüßt und gelächelt – wir hätten heute sonst deutlich mehr Anlass zur Freude gehabt. Irre, für was man alles so verantwortlich ist, nicht wahr? 🙂

Und weil ich gerade so vor mich hingelächelt habe, als mir in den Sinn kam, dies mit Dir hier zu teilen, habe ich ein Beweisfoto gemacht: ganz ungeschminkt, ganz verschwitzt, ganz ausgepowert – aber durchaus fröhlich! 🙂 Ich hoffe doch, dass ich ansteckend bin 🙂

Keep smiling!

Deine Marlene

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Loslassen…. und entdecken, was einem das Leben schenkt

Hallo lieber Mensch,

Ende letzter Woche habe ich mich auf ein für mich bis dato völlig neues Abenteuer eingelassen: ich startete die 1. Fastenkur meines Lebens. Und was ich als Quintessenz jetzt schon feststellen kann, ist, dass mir das Leben dafür jeden Tag neue Körperempfindungen, Erfahrungen, Einsichten schenkt, die ich zuvor nicht hätte erahnen können und die mich reicher machen. Ich bin jetzt schon dankbar, mich auf diesen Prozess eingelassen zu haben. An meinem ersten Fastentag, dem sogenannten Entlastungstag, gab es 2 kg Obst zu essen – und ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie sehr ich auf einmal den intensiven Geschmack der Früchte wahrgenommen habe – so als ob ich sie zum ersten Mal essen würde …

Mit den besonderen Sinneseindrücken ging es auch an den beiden nächsten Tagen weiter: So hatte ich zunächst doch die Befürchtung, dass ich sehr darunter leiden würde, die wunderbaren Gerüche, die von Schmackhaftem ausgehen können, als Tortur zu empfinden. Doch – oh Wunder! Als ich morgens für meine beiden Mädels die warmen Laugenstangen aus dem Ofen holte, die schnell ihren wunderbaren Duft verströmten, war es für mich wie ein Fest! Und an diesem Punkt wusste ich, dass ich mich wirklich auf diesen Fastenprozess eingelassen hatte. So war ich gespannt, welche kulinarischen Gerüche mich noch erwarten würden – und nahm jeden einzelnen mit einer tiefen Gelassenheit und Freude an: Den von einem Lokal ausströmenden Duft eines frisch zubereiten vermutlich köstlichen Essens nahm ich mit auf einen herrlichen, langen Waldspaziergang – und vermisste nichts …

Am Montagmorgen bezeugte mein Kreislauf, dass ich mich in einem Veränderungsprozess befinde, und so war es mir nicht sofort möglich, meine üblichen Tätigkeiten in gewohntem Tempo nachzugehen. Doch nach und nach ließ ich mich darauf ein, meinem Körper das Tempo vorgeben zu lassen – und ließ los…. Meine beiden Mädels konnten mir beweisen, wie selbstständig sie doch schon sind – und ich entspannte mich immer mehr in die Situation hinein und genoss einfach diese gelassene Art des „Alles mal etwas ruhiger und langsamer zu tun“ – einfach herrlich! Und ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass dennoch alles, was zu erledigen war, auf wundersame Weise am Ende getan war – und meine Mädels genauso früh wie sonst ihren Schulweg antreten konnten…..

Im Zuge des Fastens habe ich bereits 4 Kilogramm verloren – so dass ich mich im Moment wirklich „leicht“ fühle – so leicht, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Gewichtszustand befinde, in dem ich mich als „zu wenig“ empfinde. Ich hätte es zuvor nie für möglich gehalten, dass ich das sagen würde – denn ich bin doch seit Ewigkeiten mehr unbewusst als bewusst wie die meisten dem Schönheitsideal des Schlankseins verfallen und habe mir immer ein paar Pfunde weniger gewünscht als nun eben gerade jeweils da waren…. Aber ich muss gar nicht irgendwo hinstreben- ich muss nicht weniger sein, als ich bin – ich bin wunderbar so, wie ich bin! Und ich darf den entsprechenden Raum einnehmen, um mich wohl zu fühlen – eine wunderbare Erkenntnis für mich!

Ja, und so tun sich Tag für Tag völlig unerwartete neue Erfahrungsschätze durch meinen Verzicht auf – ich kann es gar nicht Hungern nennen, denn würde das nicht implizieren, dass mir etwas fehlt? Dieses Loslassen führt für mich so langsam in das Vertrauen, das alles gerade genau richtig so ist, wie es in diesem Moment gerade ist…

Mir kommt gerade ein Gedanke: Was wäre, wenn dies nicht nur für den Verzicht auf Nahrung zuträfe? Was wäre, wenn womöglich der Verzicht in anderen Bereichen auch dazu führen würde, dass ich mich am Ende reich beschenkt fühle? Kann ich Gewohnheiten, die ich bisher für unumgänglich gehalten habe, womöglich ebenso durch neue, frische Verhaltensweisen ersetzen, die lebensbejahender sind und mich energiegeladener machen – und der Weg dorthin fühlt sich gar nicht beschwerlich an? Kann ich Menschen, an denen ich klammernd festhalte, ihrer Wege ziehen lassen, ohne anschließend etwas zu vermissen? Kann ich womöglich Ängste überwinden und auf eine leichte Art mutiger werden? Kann ich….?

Deine Marlene



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